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Nerven

Es ist sicherlich so, dass Vollblüter etwas nervöser als Warmblüter sind. Wer sich jedoch grundsätzlich auf ein sensibles Pferd einstellt und es dann genau beobachtet, wird sehr schnell den Grund für die Nervosität feststellen. Da Vollblüter intelligente Pferde sind, fühlen sie sich sehr schnell unterfordert und beginnen sich zu langweilen. Sie entwickeln dann auch eher Marotten oder Unsitten. Sehr häufig legen sich Nervosität und Unsitten, wenn das Pferd mehr Abwechselung und Beschäftigung hat.

Hufe

Der Huf wächst von oben nach unten. Unter dem Kronenrand beginnt das Wachstum mit sehr weichem Horn, das sehr empfindlich ist. Je weiter man von der Hufkrone entfernt ist, umso härter wird der Huf, und seine Empfindlichkeit nimmt ab. Verletzungen im Bereich des Kronsaums können dazu führen, dass das Hufwachstum in diesem Bereich gestört wird und sich ein Spalt in der Hufwand bildet.

Beine

Die Sprunggelenke der Pferde sind besonders gefährdet und können leicht überlastet und verletzt werden. Wer sich einmal darauf konzentriert, welche gewaltige Wucht zum Beispiel die Vorderbeine eines Pferdes auffangen müssen, wenn es über ein Hindernis springt, kann sich leicht vorstellen, dass schon ein falscher Tritt, die Muskeln und Bänder überbelasten können. Überdehnte Bänder und eine schlecht trainierte Muskulatur führen früher oder später mit ziemlicher Sicherheit zu schweren Knorpelverletzungen oder gar zu Frakturen. Auch Arthrosen sind keine Seltenheit bei Pferden. Die Arthrosen entwickeln sich in der Regel aus Überbeanspruchung und Verschleiß. Doch auch aus Verstauchungen können sich ziemlich schnell sehr schmerzhafte Arthrosen entwickeln. Die Behandlung von Sprunggelenksschäden ist äußerst langwierig und oft bleiben die Gelenke bei schlechter Ausheilung instabil. Somit ist das Reiten für Pferd und Besitzer nicht mehr möglich.

Rücken

Der Rücken des Pferdes besteht aus dem knöchernen Anteil der Wirbel, den dazugehörigen Bändern, dem langen Rückenband, der Rückenmuskulatur und der Haut. Alle diese Bereiche können einzeln oder in ihrer Gesamtheit beschädigt werden, da der Rücken als Trageelement durch Überanstrengung, unpassende Sättel, Hautinfektionen, Unvermögen des Reiters etc. sehr leicht Probleme aufweist.
Diese Probleme zeigen sich in Muskelverspannungen, Widersetzlichkeiten beim Satteln, Lahmheiten, Unrittigkeit, Buckeln und anderen Verhaltensenderungen beziehungsweise Unmutsäußerungen. Deshalb sind alle Symptome genau zu beobachten und es ist zu überlegen, welche Therapie angewendet wird.

Sehnen

Das Pferd hat sehr lange Beuge- und Strecksehnen, die sehr anfällig für Zerrungen, Entzündungen und Zerreißungen sind (zwischen Karpal- und Fesselgelenk). Häufig ist auch der Fesselträger betroffen. Eine eindeutige Diagnose bringt die Ultraschalluntersuchung.

Zähne

Zahnpflege ist essentiell für die Gesundheit ihres Pferdes. Regelmäßige Untersuchungen und Instandhaltung, wie das Raspeln sind besonders heute aus folgenden Gründen notwendig wie nie:

  • Wir haben das Futter der Pferde und deren Fressgewohnheiten durch die Domestikation und Stallhaltung grundlegend verändert.
  • Wir fordern mehr von unseren heranwachsenden Pferden, bei einem immer stärker abnehmenden Alter als jemals zuvor.
  • Wir wählen oft solche Tiere zur Zucht, die eine mangelhafte Zahnkonstitution vererben.

Pferde können an den vielfältigsten Zahnproblemen leiden. Die häufigsten von ihnen sind:

  • Scharfe Spitzen und Kanten der Backenzähne, die Verletzungen an Backenschleimhaut und Zunge verursachen.
  • Zurückbleibende Zahnkappen (Reste von Milchzähnen auf den schon durchgebrochenen bleibenden Zähnen).
  • Schmerzhafte Erosionen der Schleimhaut durch das „Einbeißen“ evtl. vorhandener Wolfszähne.
  • Ausgebildete Haken an Ober- und Unterkiefer-Backenzähne
  • Lange und/oder scharfkantige Canini, die während des Kauvorgangs Schleimhaut und Zahnfleisch verletzen.
  • Verlorene und/oder abgebrochene Zähne
  • Abnormale oder ungleichmäßige Kauflächen
  • Übermäßig abgenützte Zähne
  • Ungewöhnlich lange Zähne
  • Infektionen an Zahn und/oder Zahnfleisch
  • Fehlstellungen
  • Zahnfleischerkrankungen

Die richtige Zahnpflege lohnt sich. Ihr Pferd fühlt sich wohler, verwertet sein Futter effizienter, entwickelt sich besser und hat damit die Voraussetzung für ein längeres Leben.

Verdauungsapparat

Als Kolikursachen kommen nicht nur Fütterungsfehler, sondern auch Fehler im Umgang mit dem Pferd in Frage. So kann es nach erheblichen nervlichen Belastungen wie Transport, Unfall, Turnier oder Weideauftrieb zu Krampfkoliken kommen.

Der Faktor der ausreichenden Bewegung spielt auch hier eine große Rolle, da durch lange Stehphasen der Kreislauf des Pferdes leidet und dadurch eine Mangeldurchblutung im Darm entstehen kann, die wiederum zu Darmträgheit und Verstopfungen führt. Wir haben also eine Kolik. Die manchmal nur ½ stündige Bewegung pro Tag ist auf keinen Fall genug und bei korrekter Beurteilung sogar ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Pferde, die sich am Tag mehrere Stunden bewegen können, sind auch psychisch ausgeglichener.

Der Verdauungsapparat des Pferdes ist so beschaffen, dass er auf kontinuierliche, mindestens aber mehrmals tägliche Futterzufuhr angewiesen ist. Zur artgemäßen Ernährung des Pferdes gehört ein ausreichender Anteil an strukturiertem Futter.

Heu ist die für ein Pferd beste Rohfaserquelle. Ungeeignete Futtermittel mit kurzfristig nachteiligen Folgen sind verdorbene Nahrungsmittel (Heu, Silage, Stroh, Hafer), die Schimmelpilze und ihre Toxine (Giftstoffe), Milben und krankmachende Bakterien (Fehlgärung bei Silage) enthalten.