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Lamberto

Meine erste Begegnung mit Lamberto hatte ich auf einem Gestüt in Wesel. Sie sagten zu mir: "Geh' mal aufs Paddock, da ist ein Neuer..."

Im Augenwinkel sah ich, dass sich alle am Fenster versammelten und mich beobachteten.
Auf einmal schoss ein brauner im vollen Galopp auf mich zu. Ich blieb wie angewurzelt stehen, zitterte und dachte nur: Hoffentlich rennt der mich nicht um. Direkt vor mir machte er eine Vollbremsung und blieb nur auf seinen Hinterbeinen vor mir stehen. Ich sah es war ein Hengst und bewegte mich nicht. Langsam kam er auf mich zu. Dann streckte ich meine Hand aus. Es dauerte nicht lange und er schnupperte daran. Ein echter Bodybuilder und ein Muskel- packet. Damals war er fünf Jahre und kam gerade aus dem Rennstall. Als ich das erste Mal auf ihm ritt, hatte es klick gemacht. Das Gefühl war so geil, dass ich dachte, nur fliegen sei schöner. Im Springen waren wir mehrfach platziert und in der Dressur nahm er an Prüfungen der Klasse M teil. Wir haben viele Geschichten zusammen erlebt, die ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt erzählen werde.

Aber eines sei noch gesagt: Er ist sicher der außergewöhnlichste Hengst, den ich je hatte und wir ähneln uns im Charakter sehr. Er ist ein in sich ruhender. Eine Zeit lang bekam er öfters Nasenbluten und ich fuhr mit ihm nach Hochmoor in die Klinik. Der Arzt sagte mit, man müsse eine Gewebsprobe aus der Nasenschleimhaut entnehmen und Lamberto dafür in Vollnarkose legen. Ich sagte dem Arzt, ich möchte auf die Narkose verzichten, wir machen es ohne, da ich Ihn nicht in der Klinik lassen wollte. Der Arzt sagte: "OK, aber auf eigene Gefahr, falls er sich bewegen sollte."

Lamberto wackelte nicht mit dem Ohr. Der Arzt murmelte: “Eigenartig - der Puls ist riesig hoch, aber er bewegt sich keinen Millimeter, der ruht ja förmlich in sich…"